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Auf ins Sauerland? Nee, ins Saarland!

Von 2.-6. Mai machte sich eine Gruppe von 32 unerschrockenen Schülerinnen und Schülern zusammen mit den Begleitlehrkörpern Frau Schwab und Herrn Bernd gegen 6:30 Uhr auf in Richtung Saarland. Der Bus war zeitig an der Steinlachhalle, hätte uns aber nach Faenza gebracht, so warteten wir auf den Zweiten. Kaum gestartet, kamen auch schon die ersten Staumeldungen und so wurde es dann doch eine Punktlandung, als wir um 10 Uhr zu unserem ersten Stopp am Haus der Astronomie in Heidelberg ankamen. Herr Penselin erklärte zunächst einige Grundlagen der Spektroskopie, bevor es ans selbstständige Arbeiten ging. Eine Vorführung im Planetarium und eine Besichtigung am Teleskop der Sternwarte rundeten den Besuch ab. Weiter ging es nach Mannheim zum Technoseum. Hier warteten die Experimentierstationen, die Dauerausstellung zum Thema 200 Jahre Fahrrad und einiges mehr auf uns. Nach diesem letzten Besichtigungspunkt fuhren wir in unser Domizil für die nächsten 5 Tage - das ev. Gemeindehaus Jägersburg und bezogen die Zimmer. Der Küchendienst sorgte für das leibliche Wohl und so klang der erste Tag früher oder später oder zu spät (?) aus.
"Auf zur Kohle" hieß es am 2. Tag. Nach dem Frühstück zog unser Tross nach Saarbrücken zum Kohlekraftwerk Fenne, wo es nach einem Einstiegsvortrag hautnah zu den wichtigsten Kraftwerksteilen ging: Kohlemühle, Kesselhaus, Turbine/Generator, Kühlturm, … . Anschließend durfte im Erlebnisbergwerk Velsen - einem ehemaligen Ausbildungsstollen - auch mal selbst Hand angelegt werden. Der erste Anlauf für den Kletterpark fiel in den Hagel, so blieb noch etwas Zeit fürs Abendessen, bevor uns Dr. M. Kettner mit der MSU (Mobile Stroke Unit - Krankenwagen mit eingebauten CT zur vor-Ort Diagnose für Schlaganfälle) besuchte und darüber berichtete. Danach wäre dann wieder Zeit gewesen, Schlafdefizite aufzufüllen …
Der Donnerstag widmete sich einem Industriezweig, der nicht nur das Saarland stark geprägt hat - der Montanindustrie. Hautnah verfolgten wir einen Roheisenabstich am Besucherhochofen der Dillinger (Hütte) und waren fasziniert von den Kräften, mit denen im Walzwerk Stahlbrammen buttergleich gewalzt wurden. Was eben noch glühend heiß war, konnte im Weltkulturerbe Völklinger Hütte gefahrlos berührt werden. Gegen den optionalen Stadtbummel in Saarbrücken sprach anschließend wohl das Wetter, oder?
Freitags war Sportprogramm angesagt: Draisinentour von Altenglan nach Staudernheim. Auf 7er Draisinen, in denen jeweils Drei strampeln durften, wurden die 40 km, mit ausführlicher Grillvesperpause, in gut 5 h zurück gelegt. Da wir so schnell waren, ging es danach noch auf die Bäume zum Klettern. Zwei Kurzausflüge nach Homburg rundeten den letzten Abend ab.
Zum Abschluss fuhren wir am Samstag nach Bitche und bekamen am Simserhof die Maginotlinie erklärt - das Essen im Bunker, der für über 800 Soldaten ausgelegt war, reichte damals für 30 Tage - der Wein aber nur für 20 … schlecht kalkuliert! Die Befestigungsanlage wurde nach dem 2. Weltkrieg für die Nachwelt erhalten. Danach machten wir eine Reise etwas weiter in die Vergangenheit - zur Zitadelle von Bitche. Per Audioguide - da auch zwischendurch mal verstummte oder die Sprache auf Französisch wechselte, ging es auf den Spuren einer Geschichte durch die Katakomben, bevor wir die Rückreise nach Mössingen antraten.

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Kategorie: Tagebuch
Veröffentlicht am 15. Mai 2017