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Wintersport-Exkursion Sportprofil 10

Im Februar 2017 an den Feldberg oder:
Bei schönem Wetter kann jeder...

So hieß es schon bei der Abfahrt in Mössingen trocken zu bleiben, bis das Gepäck im wahrsten Sinne des Wortes bis unter das (Bus-)Dach gestapelt und verstaut war.
Auch die Ankunft am Feldberg verhieß wettertechnisch nichts Gutes - konnte aber dem Skifahrdrang nichts anhaben - das ist eben Sportprofil!
Nach kurzer Einfahrzeit erkundeten dann Fortgeschrittene und Könner in Gruppen die Pisten rund um den Feldberg - bei anständigen Pistenverhältnissen aber Regen. Auch die Anfänger konnten nach kurzer Zeit ihre ersten Meter auf Skiern zurücklegen und machten sich, weil es so gut klappte, zügig daran, die ersten Erfahrungen beim Liften und Abfahren zu sammeln.

Nach Beendigung des Skitages ging es in die Jugendherberge, die in unmittelbarer Nähe zur Piste nicht besser liegen könnte – und mit Skikeller, kleiner Turnhalle, Tischkickern etc. sehr gut auf Schulklassen eingestellt ist. Nachdem die Zimmer und Betten mehr oder weniger erfolgreich bezogen wurden (das Bettzeug erwies sich als “starker Gegner“), war der Hunger groß – aber auch hier konnte die Jugendherberge Hebelhof mit großem Salatbuffet und Thai-Curry die Erwartungen erfüllen. Der Rest des Abends wurde genutzt, um sich gegenseitig auf den Zimmern zu besuchen, Karten und Mäxle zu spielen oder sich in der Turnhalle beim Kicken auszutoben.
Tag 2 begann wie der erste geendet hatte – mit mittlerweile starken Niederschlägen und schlechten Sichtverhältnissen. Am Vormittag ging es erstmals in verschiedenen Könnens-Gruppen mit Begleitlehrer auf die Piste mit dem Ziel technische Vorgaben umzusetzen und sich den Pisten- und Wetterverhältnissen anzupassen. Bis zur Mittagspause waren so ziemlich alle pitschnass, aber nach dem Mittagessen in der Juhe waren alle wild darauf, “frei“ in Gruppen (also ohne Lehrer) zu fahren, egal wie nass man war – bei schönem Wetter kann schließlich jeder!
Am dritten Tag stand eine mehrstündige Schneeschuhwanderung auf dem Programm. Eigentlich hatten wir auf bessere Witterungsbedingungen gehofft (schlechter konnte es fast nicht mehr werden), doch wir wurden eines Besseren belehrt und starteten bei fast strömendem Regen und Nebel unsere Tour – was der guten Stimmung aber keinen Abbruch tat. Wie gesagt: Bei schönem Wetter kann jeder! Gewandert wurde in zwei Gruppen mit Führern vom „Haus der Natur“ am Feldberg, die uns mit Lebensgewohnheiten des Auerhahns und des berühmten “Feldberghasen“ bekannt machten und auf naturverträgliches Verhalten in den Bergen hinwiesen. Nach rund 2-stündiger Wanderung mit anspruchsvollem Streckenprofil hatten wir das schlechte Wetter endlich niedergerungen und konnten tatsächlich das erste Mal seit unserer Ankunft blauen Himmel und Schwarzwaldpanorama sehen. Der Eintopf im nachhaltig geführten Naturfreundehaus schmeckte gleich doppelt so gut und wir konnten uns dort für den Rückweg stärken, aufwärmen und unsere nassen Jacken wenigstens kurz trocknen lassen. Nach einem heftigen aber kurzen Anstieg wurden wir nochmals vom Nebel verschluckt und konnten nun verstehen, wieso man sich in den Bergen nie ohne GPS auf den Weg machen sollte … (selbst wenn man Sportprofil ist ;-)). Nach unserer Rückkehr nutzten einige die Möglichkeit, nochmals für eineinhalb Stunden die Skier anzuschnallen, andere nutzten die Zeit zum Chillen und Erholen.

Und dann war es endlich soweit: Am vierten Tag gab es Kaiserwetter – blauer Himmel und Sonnenschein. Das hatten wir uns verdient! Vormittags stand wieder Skikurs auf dem Programm, wobei Aufnahmen gemacht wurden, um bei der abendlichen Filmanalyse Fortschritte und Könnensstand zu besprechen. Insgesamt war es erstaunlich, wie hoch das Leistungsniveau der Gruppe insgesamt war und wie schnell selbst die Anfänger dazulernten und sicher die Pisten hinunterkamen. Dies gelang auch dank der Hilfe und Rücksicht untereinander, so dass die Schwächeren von den Könnern lernen konnten – und die Könner ihrerseits in die Rolle des Lehrers schlüpften – das ist Sportprofil!
Nach der Mittagspause durften die Schüler wieder eigenverantwortlich fahren. Das Wetter hielt, aber mittlerweile hatten die Pisten schon sehr unter Wärme und Regen gelitten, so dass manche Hänge mehr oder weniger braun und der Schnee sulzig wurden – so hieß es erneut, sich den Witterungsverhältnissen anzupassen. Am Nachmittag kehrten alle zufrieden, “happy“ und ohne größere Blessuren von der Piste zurück. Zwar machten sich langsam Ermüdungserscheinungen wie Muskelkater ober blaue Flecken bemerkbar, aber insgesamt gab es keine größeren Unfälle – was glücklicherweise auch am Abschlusstag so blieb. Leider war der letzte Tag wieder regnerisch – aber das kannten wir schließlich schon – und wie gesagt, bei schönem Wetter kann jeder!!!

Ein besonderer Dank gilt unseren beiden Begleitlehrern Frau Brandauer und Herrn Gückel – sowie unseren Mädels und Jungs vom Sportprofil – ihr wart super!!!

Astrid Völker und Thomas Kremsler

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Kategorie: Tagebuch
Veröffentlicht am 07. Februar 2017